Daytrading oder Swingtrading? Vorteile und Nachteile

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Daytrading und Swing Trading?

Mehr dazu im heutigen Video.

Lesen Sie hier die Transkription zum Video

Hallo und herzlich willkommen auf Kagels-Trading.de. Mein Name ist Philipp Greineder, und ich möchte heute mit Ihnen über das Thema Swingtrading sprechen. Was ist Swingtrading? Wie handelt man das? Wie geht man damit um? Was sind die eventuellen Vor- und Nachteile?

In der Erklärungsphase wird zunächst eine Einteilung in Daytrading und Swingtrading vorgenommen. Wenn wir die Erklärungsphase abgeschlossen haben, möchte ich darüber sprechen, wo die Vor- und Nachteile der jeweiligen Tradingart liegen. Und schließlich möchte ich noch einmal erläutern, wie Sie alles betrachten sollten und ob das auch wichtig für Sie ist.

Daytrading ist der Handel innerhalb eines Tages

Beginnen wir mit dem Daytrading. Das Daytrading ist eigentlich die bekannteste Tradingart, wie man über Google und Youtube erfahren kann. Aber was ist Daytrading überhaupt? An sich ist es gar nicht so komplex, wie es sich anhört. Beim Daytrading geht es eigentlich lediglich um die Einordnung des von Ihnen gewählten Zeitrahmens, und es bezieht sich darauf, was Ihnen pro Trade an Zeit zur Verfügung steht, also wie lange Ihr Trade läuft. Das sagt aus, ob Sie zu den Daytradern oder den Swingtradern gehören. Im Grunde handelt es sich lediglich um die Einordnung in einen zeitlichen Intervall.

Daytrading ist der Handel innerhalb eines Tages. Es werden somit keine Positionen bis zum nächsten Handelstag gehalten. Das ist auch die wichtigste Eigenschaften des Daytrading, dass nämlich Positionen nicht über Nacht gehalten werden. Ob dies positiv oder negativ ist, erfahren Sie später im Rahmen der Vor- und Nachteile.

Wie sieht so etwas aus? Wenn wir uns nun das Währungspaar EUR/USD im Hintergrund anschauen, so haben wir es hier mit einem 4-Stunden-Chart zu tun, d.h. jeder Candlestick oder jede Kerze vollendet sich in vier Stunden. Sie können sich das über Tradingview ansehen, die Plattform, die ich für alle meine Lehrvideos nutze, die kostenlos ist und die ich Ihnen absolut empfehlen kann. Mitunter gibt es zwar kurze Werbeunterbrechungen, aber in Anbetracht dessen, was diese Plattform bietet, ist dies kein nennenswerter Nachteil. In Tradingview können Sie den Ablauf einer Kerze verfolgen, wie viel Zeit Sie also noch haben, um den entsprechenden Candlestick zu analysieren.

Der optimale Zeitrahmen für Daytrading

Im 4-Stunden-Chart wäre Daytrading also nicht sinnvoll. Warum? Die Information, die wir haben, ist auf sechs Kerzen pro Tag beschränkt. Ich habe deshalb nur eine geringe Bandbreite. Daher stehen mir nur wenige Kerzen für meine Analyse zur Verfügung. Sechs Kerzen sind zu wenig, um innerhalb eines Tages Einstiege zu finden und Positionen zu eröffnen. Was tun wir also? Natürlich reduzieren wir den Zeitrahmen. Der optimale Zeitrahmen zum Daytrading befindet sich irgendwo zwischen M15 und einer Stunde, d.h. 15 Minuten pro Candlestick oder 1 Stunde pro Candlestick.

Hier gibt es wieder Unterschiede. Nicht jeder Daytrader handelt gleich, nicht jeder Daytrader hat sie gleiche Strategie. Und nicht jeder Daytrader handelt das gleiche Produkt. Dies sind drei unterschiedliche Aspekte, die Sie unbedingt berücksichtigen sollten und die Sie in Ihre Strategie, Ihr Moneymanagement und auch in Ihr Mindset, also in Ihre Einstellung zum Trading, auf die ich immer wieder nachdrücklich hinweise, integrieren sollten.

Beim Daytrading ist es so, dass wir Positionen innerhalb eines Tages eröffnen. Das bedeutet zunächst, dass das Volumen, das wir handeln, also die Kursbewegung während dieser Tageskerze, etwas kleiner ist, als wenn wir uns den Tageschart oder sogar den Wochenchart anschauen. Und das ist oft ein Trugschluss, dem viele Anfänger leider unterliegenm und zwar: Wenn Sie vom 1-Stunden-Chart in den 4-Stunden-Chart umschalten, so verändert sich die Darstellung, d.h. sie wird zusammengestaucht, so dass wir in einer Kerze mehr Volumen haben.

Daytrading heißt nun, dass man nach Positionen innerhalb eines Tages sucht, wobei dies weder mit einer positiven noch mit einer negativen Wertung verbunden ist. Aber im weiteren Verlauf dieses Videos werde ich Ihnen die jeweiligen Vor- und Nachteile aufzeigen.

Beim Swingtrading werden Positionen über mehrere Tage gehalten

Nun werden wir uns mit dem Swingtrading beschäftigen. Der Unterschied zwischen Daytrading und Swingtrading bezieht sich lediglich auf den Zeitrahmen. Beim Swingtrading werden Positionen auch über mehrere Tage gehalten. Das bedeutet, dass eine zusätzliche Gebühr fällig wird, nämlich die sogenannte Swap-Gebühr, also eine Gebühr für das Halten von Forex-Positionen über Nacht. Diese Gebühr gibt der Broker vor. Sie sollten sich daher bereits vor Beginn des Trading Gedanken darüber machen, was zu Ihrem Trading passt. Die Frage lautet also, ob Sie genügend Zeit haben, um mehrmals am Tag die Kursentwicklung zu analysieren oder ob Sie dafür nur wenig Zeit aufbringen können.

Hierzu würde ich Ihnen auf jeden Fall mein Video über das Thema „Trading als Nebenjob“ empfehlen. Klicken Sie darauf und sehen Sie sich das Video an. Damit sind Sie in der Lage, sich besser einschätzen und entsprechend orientieren zu können. Sie sollten aufgrund dieser Informationen auch einschätzen können, wie sich das Trading in Ihren Alltag integrieren lässt.

Wenn Sie das erlernt haben, können Sie wahrscheinlich bereits eine erste Unterscheidung zwischen Daytrading und Swingtrading vornehmen. Daytrading ist etwas kurzfristiger orientiert, indem sich Ihnen pro Tag mehrere Gelegenheiten bzw. Einstiege bieten. Beim Swingtrading schalten wir jedoch einen Zeitrahmen nach oben. Es ist somit sinnvoller, den Tageschart oder 4-Stunden-Chart oder gar den Wochenchart zu analysieren, um hier Einstiege ausfindig zu machen, da wir Positionen ja über mehrere Tage und vielleicht sogar über 1 bis 2 Wochen halten. Darin besteht der grundlegende Unterschied. Beim Daytrading halten wir die Positionen nur innerhalb eines Tages und nicht bis zum nächsten Tag, um uns erstens die sogenannten Swap-Gebühren zu ersparen und zweitens, d.h. die Gebühren, die wir pro Nacht entrichten müssen, und zweitens können wir das Risiko minimieren, das mit dem Halten von Positionen über Nacht einhergeht.

Beim Swingtrading sind wir auf mehr Volumen ausgerichet, was logisch ist, da wir einen höheren Zeitrahmen verwenden, so dass wir mehr Zeit für die Kursbewegungen haben, und dadurch dauert der Trade natürlich länger. Beim Swingtrading halten wir Positionen hingegen für mehrere Tagen und bisweilen auch für Wochen.

Vorteile und Nachteile von Daytrading und Swingtrading

Nun werden wir uns mit den jeweiligen Vorteilen und Nachteilen der unterschiedlichen Tradingstile auseinandersetzen. Vor allem sollten Sie wissen, dass es für keinen der beiden Arten Lösungen gibt, denn es ist nicht erwiesen, ob nun Daytrading oder Swingtrading oder sogar Scalping erfolgreicher ist. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, wie Sie damit umgehen. Deshalb sollte der wichtigste Aspekt sein, wie sich das Trading in Ihren Alltag integrieren läßt.

Fast jeder unserer Trader, der ausgebildet werden möchte, betreibt Trading zunächst als Nebenjob, sozusagen als Hobby nebenbei. Dabei geht es insbesondere darum, dass man Wege im Alltag finden muss, um das Trading mit den anderen Verpflichtungen zu koordinieren. Die Fragen dabei sind:

  • Wie viel Zeit investiere ich dafür?
  • Wie viel Disziplin besitze ich?
  • Wie stark kann ich mich darauf konzentrieren?

Das ist sehr wichtig.

Wenn Sie diese Themen bearbeitet haben, dann können Sie bereits sagen, welche Tradingart für Sie passend ist. Dann sollten Sie natürlich auch wissen, dass es gewisse Übergänge und Abstufungen gibt, denn nicht immer hält ein Daytrader seine Positionen nur bis zum Handelsschluss, und nicht immer hält ein Swingtrader seine Positionen über mehrere Wochen. Ein Swingtrader kann seine Positionen durchaus vor dem Ende des Handelstages schließen. Ebenso kann ein Daytrader seine Position auch mehrere Tage halten, weil dieser Trade äußerst gut funktioniert. Daher gibt es keine klaren Grenzen zwischen den beiden genannten Tradingarten. Man kann vielmehr auch vom jeweils anderen Tradingstil profitieren.

Beim Daytrading gibt pro Tag mehrere Signale

Nun kommen wir zu den Vor- und Nachteilen:

Der Vorteil des Daytrading ist, dass wir am Tag mehrere Signale erhalten. Wenn man versucht, während eines Handelstages einzusteigen, legt man für die Analyse einen kleinen Zeitrahmen zugrunde. Infolgedessen ergeben sich pro Tag normalerweise mehrere Einstiegssignale, durchschnittlich können Sie mit drei Signalen pro Tag rechnen, was natürlich davon abhängt, welches Produkt Sie wählen (Forex, DAX, CFD). Wichtig dabei ist jedoch, dass Sie auch in der Lage sind, diese Signale aufzunehmen bzw. umzusetzen, zum Beispiel über Ihren PC oder Ihr Smartphone. Sie müssen also mehrmals am Tag in der Lage und bereit sein, eine Position zu eröffnen, und Sie müssen dazu auch in der Lage sein. Ist dies nicht der Fall, so ist das bereits eine sehr schlechte Voraussetzung für Daytrading, so dass Sie lieber zum Swingtrading wechseln sollten.

Die entsprechenden Daytradng Signale finden Sie hier  – alles wieder für 1 Euro zu testen.

Beim Swingtrading werden Positionen über mehrere Tage gehalten

Beim Swingtrading werden Positionen ja über mehrere Tage gehalten, und somit liegen die Grenzen für Ihren Trade – also Verluststopp und Gewinnmitnahme-Stopp – auch etwas weiter von Ihrem Einstieg entfernt, wobei Sie hier natürlich mehr Zeit haben, um zu reagieren, zumal der Trade mehr Zeit benötigt, um sich zu entwickeln.

Swingtrading ist insbesondere dann geeignet, wenn Sie in Ihrem Alltag kaum Zeit aufbringen können, um auf Ihr Smartphone oder Ihren Rechner zu schauen. Ein weiterer Nachteil beim Swingtrading ist jedoch, dass Positionen über Nacht gehalten werden und Sie zusätzliche Gebühren zu entrichten haben, die durch die Gewinne abgedeckt werden müssen, was die Gewinnschwelle etwas erhöht.

Kommen wir noch einmal zu den Vorteilen des Swingtrading: Dadurch, das Swingtrading etwas gemächlicher verläuft, eignet es sich sehr gut für jemanden, der wenig Zeit aufbringen kann und das Trading gerne gemütlicher gestaltet. Es eignet sich auch für den Trader, der Probleme hat, sich zu disziplinieren und dazu neigt, auf die sorgsame Auswahl zu verzichten und alles tradet, was sich ergibt. Diesem Traderwürde ich folgendes raten: Einen etwas höheren Zeitrahmen wählen, so dass weniger Trading-Gelegenheiten entstehen, was dazu führt, dass man automatischer ruhiger beim Trading wird.

Abschließende Bemerkungen zum Thema Daytrading oder Swingtrading

Abschließend möchte ich Ihnen noch meine Meinung zum Daytrading und Swingtrading und meine eigene Orientierung mitteilen, wo ich mich zur Zeit befinde.

Ich selbst mache mir tatsächlich relativ wenig Gedanken darüber, ob ich nun ein Daytrader oder ein Swingtrader bin. Ich bin der Meinung, dass das automatisch in Ihrer Entwicklung passiert. Sie werden irgendwann feststellen, dass Sie Signale oder Trades haben, die relativ kurz abgeschlossen sein werden. Sie haben aber auch Signale, die Zeit benötigen, um sich zu entwickeln. Mit der Erfahrung werden Sie feststellen, dass Sie nicht nur zu einem Typus gehören, sondern dass Sie zwischen diesen beiden Varianten hin- und herschalten können.

Wichtig ist das vor allem dann, wenn Sie beruflich sehr gebunden sind, d.h. wenn Sie einen Job haben, bei dem Sie nicht immer auf den PC schauen können. In diesem Fall würde ich Ihnen auf jeden Fall empfehlen, dass Sie sich in Richtung Swingtrading orientieren. Wenn es für Sie möglich ist, dass Sie zum Beispiel eine Benachrichtigung auf Ihr Handy schnell in einen Trade umsetzen können, dann sollten Sie einmal unsere Daytrading-Signale testen, die Sie, wie bereits erwähnt, in der Video-Beschreibung finden.

Für mich persönlich ist wichtig, dass es nicht nur ein Entweder-Oder gibt. Denn nicht jeder Daytrader praktiziert ausschließlich Daytrading, und nicht jeder Swing-Trader betreibt nur diese Tradingart. Es besteht zwar eine scharfe Abgrenzung zwischen diesen beiden Methoden, aber viele Trader praktizieren beide Stile und wechseln häufig hin und her, denn nicht jeder Daytrader ist nur Daytrader, und nicht jeder Swingtrader ist nur Swingtrader.

Falls Sie jemand sind, der beim Trading häufig undiszipliniert ist und unvernünftig tradet, weil er zu viel tradet, dem empfehle ich Swingtrading, aber das ist nur meine persönliche Meinung, und letztlich müssen Sie selbst entscheiden, was für Sie passend ist.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. Testen Sie unsere Signale. Unsere Swingtrading-Signale finden Sie hier. Sie finden unsere Signale aber auch in der Video-Beschreibung.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg. Machen Sie es gut.

Ihr Philipp von Kagels-Trading.de

 

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