Daytrading Strategie mit Candlesticks und Pivot Punkten

Was ist die richtige Tradingregel, der alle Candlestick-Experten zustimmen? Candlesticks isoliert anzuwenden, ist nicht gewinnbringend. Daher enthalten viele Candlestick-Tradingstrategien andere Trading Tools zur Bestätigung.

Der Tradingansatz von John Person verwendet Pivot-Punkte zur Bestätigung. In dieser Übersicht benutzten wir eine einfachere Version seiner Tradingstrategie.

Trading Werkzeuge

Pivot-Punkte

Pivot-Punkte sind Kursbereiche, die unter Verwendung von Hoch, Tief und Schlusskurs der Handelssitzung berechnet werden. Diese Kursbereiche sind mögliche Bereiche der Erschöpfung der Kurstätigkeit.

Die Formeln für die allgemeinen Pivot-Punkte lauten:

  • Pivot-Punkt (PP) = (Hoch + Tief + Schlusskurs) / 3
  • Erstes Unterstützungslevel (S1) = (PP x 2) – Hoch
  • Zweites Unterstützungslevel (S2) = PP – (Hoch – Tief)
  • Erstes Widerstandslevel (R1) = (PP x 2) – Tief
  • Zweites Widerstandslevel (R2) = PP + (Hoch – Tief)

Die meisten Chartsoftwareprogramme können die Pivotlevels automatisch graphisch darstellen. Wenn Sie diese von Hand einzeichnen wollen, können Sie den Online-Rechner für Pivot-Punkte (Online Pivot Point Calculator) verwenden, der Angaben bis zum 4. Unterstützungs- und Widerstandslevel liefert.

Doji mit hohem Schlusskurs

John Person entwickelte seine eigenen Candlestick-Tradesignale für seine Tradingstrategie. Der bullische Auslöser für einen Trade ist der Doji mit hohem Schlusskurs.

Grundsätzlich gilt, dass Sie einen Doji abwarten müssen. Daraufhin halten Sie Ausschau nach einem Candlestick, der über dem Hoch dieses Doji schließt. Dies ist unser Kaufsignal.

Doji mit niedrigem Schlusskurs

Der Doji mit niedrigem Schlusskurs ist die bärische Version. Wieder müssen Sie einen Doji abwarten. Aber in diesem Fall suchen wir nach einem Candlestick, der unter dem Tief des Doji schließt, um uns ein Verkaufsignal zu generieren.

Tradingregeln für die Strategie Candlestick und Pivot-Punkt

Tradingstrategie für Long-Positionen

  1. Doji am Unterstützungslevel
  2. Kauf zum Schlusskurs des Doji mit hohem Schlusskurs

Tradingstrategie für Short-Positionen

  1. Doji am Widerstandslevel
  2. Verkauf zum Schlusskurs des Doji mit tiefem Schlusskurs

Tradingbeispiele mit Candlestick und Pivot-Punkt

Gewinntrade – Doji mit hohem Schlusskurs

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1.Mehrfache Dojis als S2 erreicht wird 2. Kerze schließt über dem letzten Doji 3. S1 war ein natürliches Kursziel

Dieser 5-Minuten-Chart zeigt eine vollständige Handelssitzung des ES Futures. Die Kurse fingen unmittelbar nach der Markteröffnung an zu fallen.

  1. Der Kurs/Preis fand Unterstützung bei S2. Die vier Dojis und drei bullische Kursstäbe, die sich in der Nähe von S2 aufhielten, bestätigten die Unterstützung.
  2. Der bullische Schlusskurs über dem letzten Doji bescherte ein Doji-Signal mit einem hohen Schlusskurs.
  3. S1 war das natürliche erste Kursziel.

Verlusttrade – Doji mit tiefem Schlusskurs

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1. Kurse eröffnen mit Aufwärtslücke und steigen stark. 2. Bärische Umkehrkerze gefolgt von zwei Dojis. 3. Kerze schließt unter zwei Dojis.

Dies ist ein weiterer 5-Minuten-Chart des ES Futures. Er zeigt einen Teil der vorherigen Handelssitzung. Die senkrechte Linie teilt die Handelssitzungen.

  1. Die Kurse bildeten eine Kurslücke nach oben uns stiegen rasant über den Widerstand R1.
  2. Der Kursanstieg kam am Widerstand R2 mit einem bärischen Umkehrkursstab vorübergehend ins Stocken. Allerdings kam es nicht zur Fortsetzung der Aufwärtsbewegung, wie die beiden Dojis veranschaulichten.
  3. Dieser Kursstab schloss unter den Tiefs der beiden Dojis, was einen Doji mit tiefem Schlusskurs ergab. Mit unserer Verkaufsposition gerieten wir in einen Verlusttrade, da sich der Aufwärtstrend fortsetzte.

Abschließende Bemerkungen zu Candlesticks mit Pivot-Punkten

Candlestick-Chartmuster, die sich im Kursberereich von Unterstützung und Widerstand ergeben, bieten die Möglichkeit für eine effiziente Tradingstrategie. Bei dieser speziellen Variante von John Person haben wir den Doji mit hohem und den Doji mit tiefem Schlusskurs in Kombination mit Pivotpunkt-Bereichen verwendet.

Dojis stellen Ungewissheit dar. Dojis mit hohem Schlusskurs und Dojis mit tiefem Schlusskurs sind Ausbrüche aus dieser Ungewissheit und Unsicherheit. Die meisten Ausbrüche scheitern.

Um Dojis mit hohem Schlusskurs ausfindig zu machen, die bessere Ergebnisse ergeben, achten Sie auf folgendes:

  • Mehrere Dojis in der Nähe von Pivotbereichen zur Bestätigung von erschöpfter Kurstätigkeit
  • Keine starken und überzeugenden bärischen Kursstäbe
  • Doji mit tiefem Schlusskurs ist Fehlsignal

Übertragen Sie das gleiche Prinzip auf Dojis mit tiefem Schlusskurs.

Im Zweifelsfall ist es immer besser, wenn Sie abwarten, bis sich die Kursbewegungen weiter enfalten. Dies liegt daran, dass die besten Trades normalerweise nach einer gewissen Konsolidierung in der Nähe der Pivotlevels auftreten.

Pivotpunkte sind beliebte Trading Werkzeuge. Sie sind allerdings den anderen Arten von Unterstützung und Widerstand nicht überlegen. Traden Sie auf keinen Fall Trendwenden wahllos mit den Pivot Punkten.

Der vollständige Tradingansatz von John Person enthält auch Gleitende Durchschnitte und die Anwendung von Divergenzen zur Verstärkung der Strategie. Er verwendet auch ein weiteres Signal, das er „Jackhammer“ (= Pressluftbohrer) nennt. Um mehr zu erfahren, können Sie sich mit den Büchern von John Person beschäftigen:

Candlestick and Pivot Point Trading Triggers: Setups for Stock, Forex, and Futures Markets (Wiley Trading)

A Complete Guide To Technical Trading Tactics: How To Profit Using Pivot Points, Candlesticks and Other Indicators (Wiley Trading), Deutsche Übersetzung

Dieser Artikel wurde im Original von Galen Woods auf seiner Webseite veröffentlich: Candlestick and Pivot Point Day Trading Strategy

Deutsche Übersetzung von Karsten Kagels und Gaby Boutaud

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