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DAX-Index mit kritischen Signalen

Markt: DAX-Index (Xetra)
Zeitpunkt der Analyse: 02.12.2018
Letzter Kurs: 11.257 Indexpunkte

Dax-Index Chartanalyse Quartalschart Unterstützungen
DAX-Index rutscht durch die Unterstützungen

Der abgebildete Chart zeigt die langfristige Kursentwicklung des deutschen Aktienindex DAX von 1990 bis heute, bei Kursen von 11.257 Indexpunkten. Jeder Notierungsstab stellt die Kursbewegung des DAX-Index für ein Quartal dar.

Im Oktober hat der DAX erstmalig seit 2009 die eingezeichnete Aufwärtstrendlinie unterschritten. Parallel dazu rutschte das deutsche Börsenbarometer signifikant unter die Unterstützungen der seit März 2018 bestehenden Seitwärtsbewegung um 11.700 Punkte.
Der daraus resultierende dynamische Ausverkauf stoppte vorerst bei etwa 11.000 Zählern.

Mittelfristige Konsolidierung

Aus der Perspektive des mittelfristigen Wochencharts befindet sich der DAX in einer Konsolidierungsphase auf die Abwärtsbewegung von 12.456 auf etwa 11.000 von Ende September bis Ende Oktober. Diese neutrale Seitwärtsbewegung wird durch die Widerstände zwischen 11.700 und 11.870 und dem Unterstützungsbereich um die psychologisch wichtige 11.000er Marke eingegrenzt.

Relative Schwäche gegenüber USA weiter anhaltend

Schon das ganze Jahr über lässt sich eine relative bessere Entwicklung der US-Märkte gegenüber dem DAX beobachten. Auch im Hinblick auf die „Erholungsbewegung auf die Kursverluste“ der letzten Wochen und Tage schneidet die Entwicklung des deutschen Börsenbarometers schlechter als die seiner US-Pendants ab. Weiterhin finden sich für die absehbare Zukunft so gut wie keine Hinweise, dass der DAX die US-Indizes wie den S&P 500 nachhaltig hinter sich lassen könnte.

DAX-Index Wochenchart
DAX-Index in mittefristiger Konsolidierung

Hoffnungsschimmer Saisonalität

Aufgrund historischer Erfahrungswerte lassen sich für Aktien und Indizes statistische Durchschnittswerte berechnen.
Die Periode von November bis Januar ist für Aktionäre statistisch gesehen der beste Drei-Monats-Zeitraum des Jahres. Und selbst wenn man den Zeitabschnitt auf November bis April ausdehnt, zeigt sich die Überlegenheit der Wintermonate gegenüber den Sommermonaten.

Fazit der Chartanalyse

Insgesamt hat sich die langfristige Ausgangssituation aufgrund der kritischen Signale stark verschlechtert. Speziell Notierungen klar unter der psychologisch und technisch wichtigen Unterstützung bei 11.000 dürften daher eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung bis zur nächst tieferen Unterstützung bei  rund 10.500 Punkten initiieren. Bei Kursen darunter ist ein Test der nächsten runden Zahl um 10.000 nicht mehr unwahrscheinlich.

Aufgrund der verschlechterten technischen Verfassung dürften Erholungen trotz der positiven saisonalen Phase nur temporären Charakter aufweisen. Frühestens bei Kursen über 11.900 sollte die defensive Haltung gelockert werden.

 

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